|
Inhalt
Im Reich der Frauen, in der intimen Atmosphäre eines Dampfbads, unter den liebenswürdigen, aber auch neidischen Blicken hört ein junges Mädchen das Wort "Feind". Denn sobald sich das Gespräch der Frauen um den Ehemann dreht, ist von ihm, dem "Feind", die Rede. Seit Jahrhunderten wird dieses Wort überliefert, denn "er" ist verantwortlich für die Verzweiflung unter den Frauen.
Es ist diese Verzweiflung, die auch der Erzählerin droht: 37 Jahre alt, verheiratet, Intellektuelle, wohnt in Algier und ist in Liebe zu einem viel jüngeren Berber entflammt. Schuldgefühle, unerlaubte Geständnisse und die Angst vor der Entdeckung lasten auf ihr. Nur schreibend kann sie sich von dieser Leidenschaft befreien.
Assia Djebars neuester Roman wächst aus dem Raunen der Frauen und dringt in vergangene Epochen vor. Jede Welt öffnet eine Tür, und dahinter liegt eine noch ältere verborgen. In "Weit ist mein Gefängnis" erschließt Djebar sowohl autobiographisch als auch historisch das Algerien, das tief in ihr verborgen liegt. (Klappentext)
|