Erzählungen
- Peter Stamm: Der Aufenthalt
- Ilse Aichinger: Film und Verhängnis
- Lydia Mischkulnig: Herzilein
- Hans Joachim Schädlich: Die Sache mit B.
- Ingo Schulze: Berlin Bolero
- Felicitas Hoppe: Der linke Schuh
- Ingomar von Kieseritzky: Transaktionen oder Die Schule des Lebens
- Arnold Stadler: Ausflug nach Afrika
- Terézia Mora: Die Gepard-Frage
- Herta Müller: Eine Fliege kommt durch einen halben Wald
- Katja Lange-Müller: Vier Miniaturen
- Stefanie Menzinger: Westkontakt
- Georg Klein: Im Lande Od
- Thomas Lehr: Am See
- Gert Loschütz: Fingerkuppen
- Christoph Peters: Der Krieg
Schriftsteller sind Fremdenführer im eigenen Land. Sie sehen, was andere übersehen. Sie spüren das Unheimliche, Komische, Tragische und Schöne. Sie sitzen im Zug, im Bett oder im Flugzeug, sie gehen ins Kino oder liegen unter Palmen. Immer geschieht etwas, ein Augenzwinkern, ein mysteriöser Unfall, ein Mißverständnis, ein skurriles Zwischenspiel.
Die für diesen Band ausgesuchten Schriftsteller suchen weder den reinen Süßstoff noch pures Gift. Erzählt werden Geschichten von Liebe, Einsamkeit, Politik, Krieg, von der Entfremdung zwischen Brüdern, der Freundschaft zwischen Straßenkünstlern, vom Leben nach den Diktaturen.
Die deutsche Literatur hat Aufwind; zu den altbekannten Namen treten jüngere. Lesen erneuert den Diskurs über die Gesellschaft. Die deutsche,
deutschsprachige Literatur erobert sich einen neuen Platz im öffentlichen Bewußtsein.
In der angelsächsischen Tradition zeigt man seit fast einem Jahrhundert jährlich stolz seine besten Erzähler, die
Best American Short Stories sind im Jahr 2000 längst eine so feste wie geschätzte Institution. Wir setzen das Jahr 2000 an den Anfang. (Klappentext)
Seit 1915 erscheint jährlich die Anthologie «Best American Short Stories. Eine Sammlung von Erzählungen, die sich im Laufe der Jahre zu einem Brennpunkt angloamerikanischer Sprachkunst etablierte. Ähnliches versuchen Verena Auffermann als Herausgeberin und die Deutsche Verlags-Anstalt mit der neuen Reihe «Beste Deutsche Erzähler» nun auch im deutschsprachigen Bereich zu verwirklichen. Nach der ersten Ausgabe kann man optimistisch in die Zukunft schauen. Die Qualität stimmt, hoffen wir, daß es auch die Nachfrage tut.
Die Erzählungen sind mit einer Ausnahme nicht(!) im Reformdeutsch, sondern in normalem Deutsch geschrieben. Die Ausnahme ist die Geschichte "Der Aufenthalt" von Peter Stamm. Der Autor ist Schweizer (Winterthur) und verwendet seine deutschschweizerische Grammatik.
Auch in der Ausgabe 2001 wird die normale deutsche Grammatik beibehalten. Dem Verlag ein Dank!