Erzählungen
- Jenny Erpenbeck: Im Halbschatten meines Schädels
- Hans-Ulrich Treichel: Über das Geschlechtsleben der Wilden
- Katrin Askan: Der lächelnde Buddha
- Josef Winkler: Roma, città aperta
- Angela Krauß: In Polen
- Hanns-Josef Ortheil: Frühe Lektionen
- Steffen Kopetzky: Die Signatur des Griechen
- Silke Scheuermann: Vampire
- Peter Kurzeck: Rosenmontag
- Michael Krüger: Meine sechs Kinder
- Ulrike Kolb: Verletzungen
- Katharina Hacker: Karolus
- Marcel Beyer: Gestalten
- Kathrin Röggla: Sprinter
- Burkhard Spinnen: Damenwahl
- Martin Mosebach: Die Sicherheit des hohen Tons
- Matthias Altenburg: Kleiner Taumel
- Doris Dörrie: Ende der Saison
- Helmut Krausser: Screening
Die Erzählung ist nach vierzigjährigem Dahindämmern wieder da. Ihre Renaissance war überfällig. Vierzig Jahre lang wurden Bücher, auf den «Erzählung» stand, kaum gekauft. Die Klassiker
Ingeborg Bachmann,
Marie-Luise Kaschnitz,
Wolfdietrich Schnurre,
Alfred Andersch,
Heinrich Böll,
Friedrich Dürrenmatt und
Max Frisch wurden zu hochgelobten Regalleichen und im Kanon der Literaturgeschichte abgelegt.
Mit dem zweiten Band der Anthologie «Beste Deutsche Erzähler», die im Jahresrythmus hoffentlich ebenso lange fortgesetzt wird wie das 1915 gegründete amerikanische Vorbild «
Best American Short Stories», öffnen sich neue Einblicke.
Wir müssen erzählen, weil wir unsere Geschichte sind und sonst nichts von unserer Geschichte erfahren.
Odo Marquard sagt das, und der Philosoph hat recht. Wer erzählt, liest Geschichten aus der Gegenwart ab und vermischt sie mit Fragmenten aus dem Gedächtnis. Die Welt des 21.Jahrhunderts kann nicht auf das Erzählen verzichten, da es beim Erzählen um das Festschreiben im Gedächtnis der Sinne geht, um das Fühlen, Sehen, Hören und Riechen. (Klappentext)