Volkszählen, Identifizieren, Aussondern im Nationalsozialismus
Verlag S. Fischer, Frankfurt am Main, 2001
ISBN 3-596-14767-0
DM 18,90, EUR 9,66, ca. 175 S.
- Preisangabe ohne Gewähr -
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Inhalt
Das Buch geht der Frage nach, unter welchen verwaltungstechnischen Bedingungen die NS-Vernichtungspolitik in Gang gesetzt werden konnte. Nach 1933 entstand unter Anleitung der Polizei, der Gesundheits- und Sozialverwaltung und des Statistischen Reichsamtes in wenigen Jahren ein bizarres und zugleich effizientes System verschiedener Karteien, Zählungen, Meldegesetze und Kennkarten. Es diente der restlosen Erfassung und Klassifizierung der Bevölkerung.
Jeder Zwangsarbeiterkolonne ging eine Zahlenkolonne voraus, keine Vernichtungsaktion kam ohne Erfassung aus, jede Selektion an der Rampe folgte einer Selektion auf dem Papier. Den Morden an Juden, Sinti, Roma, "Behinderten" und "Asozialen" ging die penible statistische Erfassung der späteren Opfer in Deutschland und den besetzten Gebieten voraus. (Klappentext)