Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 1998
ISBN 3-579-00723-8
EUR 17,90, ca. 352 S.,
Taschenbuch
- Preisangabe ohne Gewähr -
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Inhalt
Die Faszination am Buddhismus hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Durch den schwindenden Einfluß des Christentums in Europa scheint der Buddhismus für viele Menschen eine philosophische, lebenspraktische und spirituelle Alternative zu sein.
Michael von Brück legt mit diesem Buch eine fundierte Einführung in Geschichte, Philosophie, Grundstrukturen und historische Gestalten des Buddhismus vor.
Der Buddhismus wird in seinen historischen Gestalten dargestellt und in seiner Mehrdimensionalität begriffen - als Wissenschaft, als Philosophie, als Religion und als praktisches Meditationssystem. So macht von Brück Zusammenhänge sichtbar, durch die der Buddhismus in seiner Gesamtheit erfaßt werden kann. Sein Blick richtet sich darüber hinaus auf die weitere Entwicklung des Buddhismus unter ideen- und sozialgeschichtlichen Gesichtspunkten.
(Klappentext)
Die 1986 von dem Göttinger Indologen Heinz Bechert neu eingeführte Datierung der Vita des Buddhas wird zugrunde gelegt. Glossar und Personenregister sind hilfreich. Ein Sachregister fehlt leider.
"Was ist Buddhismus?
Man hat gefragt, ob der Buddhismus eine Wissenschaft, eine Philosophie, eine Religion oder ein praktisches Meditationssystem sei. Er ist dies alles zugleich und mehr:
Er ist eine Wissenschaft von den psychischen Prozessen und den Faktoren, die die Wahrnehmung und das Denken sowie anderer innerer mentaler Vorgänge beeinflussen.
Er ist eine Philosophie, die eine in sich konsistente Erkenntnistheorie, Kosmologie und Anthropologie entwickelt hat.
Er ist eine Religion, die durch ethische Anweisungen und kultische Praxis - vor allem Verehrung des Buddhas und der Gestaltung seiner Ausstrahlung - Werte für großflächige kulturelle Räume geschaffen hat.
Er ist ein praktisches Meditationssystem, das durch unterschiedliche Methoden die bewußte Achtsamkeit im alltäglichen Leben, die Kontrolle der Emotionen und Gedanken sowie die Integration körperlicher und mentaler Vorgänge ermöglicht.
Der Buddhismus ist aber vor allem ein Lebensweg, der, wenn er praktiziert wird, alle Lebensbereiche erfassen, durchdringen und transformieren will.
Der Buddhismus beansprucht, ein umfassendes praktisches System für den Reifungsprozeß des Menschen anzubieten. Er predigt keine weltabgewandte Jenseitigkeit, sondern will mittels innerer Erfahrung und rationaler Argumente das Leben des einzelnen wie die gesamte Gesellschaft, das Bewußtseinstraining und die Politik positiv beeinflussen."
(M. v. Brück: Buddhismus, Gütersloh 1998, S. 11)