Was bedeutet es für einen Menschen, frei zu sein? Wie frei sind wir überhaupt in unserem Willen? Bedeutet es Unfreiheit, wenn unser Wollen durch eine Lebensgeschichte mit all ihren Zufälligkeiten bedingt ist? Was für eine Freiheit setzen wir voraus, wenn wir Menschen moralisch beurteilen und zur Verantwortung ziehen? Und warum ist uns Willensfreiheit überhaupt wichtig?
Von einem Philosophen geschrieben, ist Bieris Buch doch keine akademische Abhandlung, sondern viel mehr eine Bühne, auf der die verschiedensten Ansätze für die Frage nach der Willensfreiheit zur Diskussion gestellt werden. In immer
wieder abgewandelten Szenen verstrickt er scheinbar zwingende Vorstellungen von Freiheit so lange in Widersprüche, bis sich am Ende die Prinzipien einer wirklichen Freiheit erkennen lassen. Sie wird uns nicht geschenkt, sondern muß immer neu erarbeitet werden.
Mit der erzählerischen Verve eines hochgelobten Romanciers führt Bieri vor, was wir durch genaues Denken für uns gewinnen können. Und dies als außerordentliches, mitreißendes Lesevergnügen, ganz bestimmt nicht nur für Philosophen.
(Klappentext)