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SCRIPTORIA
 
Berichte über das Fasten

Einführung, Empfehlungen, Hinweise



Als ich im Januar 1999 mit meinem ersten Fastenversuch begann, suchte ich im Internet nach Informationen über das Fasten. Mich interessierte dabei nur das Fasten ohne Aufnahme von fester Nahrung zum Zweck der Gewichtsreduzierung. Religiöse, esoterische, philosophische und ähnliche Beweggründe für diese Aktion waren ohne Bedeutung.

Was ich fand, war enttäuschend und wenig hilfreich. Sehr viele Artikel über das Fasten stammten von Beobachtern, von Fastenden gab es kaum Informatives über gelebtes Fasten. Ich stieß auf einen größeren tagebuchähnlichen Bericht und einige wenige kurze Reports. Aus dem Tagebuch konnte ich einiges für mich verwenden. Mehr wäre aber sicher von großem Vorteil gewesen.

Aus diesem Grund entschloß ich mich, meine Erfahrungen aus nunmehr zwei Fastenzeiten ins Netz zu stellen. Vielleicht helfen diese Notizen dem einen oder anderen ein wenig bei den ersten Schritten zum Fasten hin und beim Fasten selbst. Weitere Berichte über meine Fastenperioden (erfolgreiche und abgebrochene) werden folgen.

Zwei Bücher haben mich während des Fastens und in der Nachfastenzeit unterstützt. Das erste (Hellmiß/Kriegisch: Schlank und fit durch gesundes Fasten) half mir sehr während der Fastentage, das zweite (Lützner/Million: Richtig essen nach dem Fasten) stand mir in der Nachfastenzeit mit Rat und guten Rezepten beiseite. Wäre ich nur jeden Tag seinen Tips gefolgt! Einige Zeit später stieß ich auf einen Fastenratgeber aus Österreich (Bittner/Scherz: Fasten für Österreicher), das ich besonders Fastenneulingen uneingeschränckt empfehlen kann.

Ein weiteres interessantes Buch(Bachmann: Fasten und entgiften. So hilft die Natur. Fitness für Körper, Geist und Psyche) informiert u.a. sehr verständlich über die physiologischen Vorgänge im Körper während des Fastens.

Ein viertes Buch (Dahlke: Bewußt fasten. Ein Wegweiser zu neuen Erfahrungen) kann ich nur Lesern empfehlen, die aus esoterischen Gründen fasten und gleichzeitig Literatur mit viel Eigenwerbung und Eigenlob des Autors mögen.

Es gibt einige Grundsätze, ohne die ein Fasten von vorneherein zum Scheitern verdammt ist. Die Aufzählung ist sicher nicht vollständig! Und sie ist vor allem ohne jegliche Garantie!

  • Fasten bedeutet nie hungern! Wer fastet, hat Nahrung. Wer hungert, hat keine Nahrung.
  • Hinter dem Fasten muß die gesamte Person, die komplette Persönlichkeit stehen.
  • Es dürfen keine unterschwelligen Zweifel am Sinn des geplanten Fasten vorhanden sein.
  • Fasten ohne Aufnahme von fester Nahrung stellt einen äußerst schwerwiegenden Eingriff in die Körperfunktionen dar.
  • Psychische und physische Einstimmung etwa ein bis zwei Tage vor dem ersten Fastentag.
  • Zeit, Muse und Geduld sind das A&O des Fastens. Ob das Fasten neben der täglichen Arbeit möglich ist, muß jeder für sich entscheiden.
  • Tägliche Gewichtskontrolle ist notwendig.
  • Wenn irgendmöglich, sollte auch der Blutdruck regelmäß kontrolliert werden.
  • Die Entgiftung des Körpers mit Hilfe von Glaubersalz oder ähnlichen Mitteln ist ein unbedingtes Muß, da der Darm es ohne diese Unterstützung nicht schafft.
  • Bei Hungergefühlen Ablenkung durch Bewegung jeglicher Art (Spazierengehen, Handwerken, usw.)
  • Vor dem letzten Fastentag keine Beschäftigung mit dem "Essen danach". Das wirkt wie eine Aufforderung zum Aufgeben.
  • Ärztliches Einverständnis ist insbesondere bei Hypotonikern ein unbedingtes Muß, da der Blutdruck extrem in den Keller geht. Seine regelmäßige Kontrolle ist empfehlenswert.
  • Auch wer auf die Einnahme von Medikamenten angewiesen ist, sollte seinen Arzt konsultieren.
  • Weniger bedeutet auch beim Fasten mehr. Um Erfahrungen mit Psyche und Körper zu sammeln, sollte die erste Fastenaktion nicht länger als vier, fünf Tage dauern.
  • Von Vorteil ist das Führen eines Tagesbuches. Hier kommt alles hinein, was im Laufe des Tages geschieht. Plant man weitere Fastenzeiten, ist es eine wichtige Informationsquelle.
  • Kein Fasten ohne die Zustimmung des Hausarztes!




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