Aachen, den 15.05.02 - (DIET-SDM):
Wer jetzt immer noch mit der Frühjahrsmüdigkeit kämpft, sollte einmal seine Jodzufuhr überprüfen, so heute Diplom Oecotrophologin Ines Drewe vom Deutschen Institut für
Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.).
Jod ist ein wichtiger Baustein der Schilddrüsenhormone, die sowohl für die Anregung vieler Stoffwechselprozesse im Körper, als auch für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit verantwortlich sind. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Antriebsarmut können somit Symptome für einen Jodmangel sein.
Jugendliche und Erwachsene benötigen 180 bis 200 Mikrogramm Jod am Tag. Die ermittelte durchschnittliche Zufuhr wird im Ernährungsbericht 2000 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) e.V. mit 119 Mikrogramm, bei großen individuellen Unterschieden, angegeben.
Jodiertes Speisesalz enthält pro Gramm 15 bis 25 Mikrogramm Jod. Da sogenanntes Reformsalz oder Meersalz, wenn es nicht jodiert ist, nur unzureichende Jodmengen enthält, sollte ausschließlich das jodierte Salz verwendet werden.
Fischgerichte sollten zwei Mal pro Woche auf dem Speiseplan stehen, betont Drewe. Besonders jodreiche
Fischsorten sind mit bis zu 140 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm Fisch der Schellfisch, Seelachs, Kabeljau oder die Scholle.
Durch eine konsequente Verwendung jodierten Speisesalzes im Haushalt und in der Lebensmittelherstellung
könnte eine tägliche zusätzliche Jodzufuhr von bis zu 150 Mikrogramm erreicht werden. Der bestehende Jodmangel ließe sich damit leicht bekämpfen.
Die Anreicherung der Lebensmittel mit Jodsalz ist laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) auch für Allergiker und Schilddrüsenpatienten nicht gesundheitsschädlich. Jod wirkt nicht als Allergen und kann daher keine Allergie auslösen.
Interessierte finden auf der Homepage
www.diet-aachen.de Informationen zu verschiedensten Themen aus dem Bereich der Ernährung.
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)