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Kopfschmerz durch Nahrung Migräne-Trigger und Nahrungs-Kopfschmerz
DIET: Empfindliche Personen müssen ihre Unverträglichkeiten austesten und beachten!
Aachen, den 08.02.02 - 11.00 Uhr - (DIET-SDM)
Kopfschmerzen können von bestimmten Nahrungsbestandteilen
ausgelöst werden. Doch nicht jede Migräne hängt mit der Nahrung zusammen, berichtet heute Katrin Raschke,
Diplom Oecotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.
Besonders häufige Kopfschmerz-Auslöser sind vor allem Zusatzstoffe. Auf Glutamate reagiert etwa ein Drittel
der
Bevölkerung empfindlich. Der Zusatzstoff Natrium-Glutamat ist als Geschmacksverstärker häufig in asiatischen
Gerichten enthalten, weshalb die durch ihn ausgelösten Symptome auch als „Chinese Restaurant Syndrome“
bezeichnet werden. Auch in Fertigprodukten taucht dieser Zusatzstoff häufig auf. Nach dem Verzehr kommt es
bei
entsprechend sensiblen Personen zu Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Herzklopfen sowie Rötungen und Brennen an
Schultern, Brust und Hals. Ebenfalls häufig ist der so genannte „Hot Dog Kopfschmerz“, der durch Nitrat oder
Nitrit
ausgelöst wird. Diese Stoffe sind in gepökelten Nahrungsmitteln als Bestandteil des Pökelsalzes enthalten.
Auch
dieser Stoff löst innerhalb einer Stunde nach dem Verzehr pulsierende Kopfschmerzen aus, die meist in der
gesamten
Stirnregion auftreten. Häufig kommt es bei diesen Nahrungs-Migräne-Attacken auch zu Übelkeit und Erbrechen.
Selbst Eis und stark gekühlte Getränke sind in der Lage, durch den beim Genuß entstehenden Kältereiz auf die
Nerven und Gefäße im Rachenraum Kopfschmerzen auszulösen, betont Katrin Raschke.
Deutlich muß der Nahrungsmittelkopfschmerz von Migräne-Anfällen unterschieden werden. Um den
Nahrungsmittelkopfschmerz zu umgehen, sollten empfindliche Personen die auslösenden Nahrungsmittel meiden.
Für
Migräne-Patienten ist es nicht so einfach: Migräne-Anfälle können zwar durch verschiedene Nahrungsmittel, die
sogenannten Migräne-Trigger, ausgelöst werden. Viele unterschiedliche Nahrungsmittel werden in verschiedenen
Studien als Migräne-Trigger identifiziert. Doch Migräne selbst kann durch Nahrungsmittel nach heutigem
Kenntnisstand nicht ausgelöst werden. Daher können Diätvorschriften bestenfalls die Anfalls-Frequenz
reduzieren,
nicht aber die Migräne gänzlich vermeiden.
Die Auslöser für Nahrungsmittel-Kopfschmerz und Migräne-Trigger sind individuell unterschiedlich. Betroffene
Patienten müssen individuell die kritischen Faktoren herausfinden. Das DIET empfiehlt, hierfür zu Beginn
Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel auszulassen und erst nach und nach wieder in den
Speiseplan
einzubauen, um die auslösenden Stoffe identifizieren zu können.
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)
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