Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. Kurbrunnenstraße 5, 52066 Bad Aachen

 


 - Empfehlungen
  Aktualisierung beendet!







Naturkost

The WebEditor from Danmark





SCRIPTORIA
Zurück zur Übersicht der Artikel und Themen
PicoSearch
Kopfschmerz durch Nahrung
Migräne-Trigger und Nahrungs-Kopfschmerz

DIET: Empfindliche Personen müssen ihre Unverträglichkeiten austesten und beachten!


Aachen, den 08.02.02 - 11.00 Uhr - (DIET-SDM)

Kopfschmerzen können von bestimmten Nahrungsbestandteilen ausgelöst werden. Doch nicht jede Migräne hängt mit der Nahrung zusammen, berichtet heute Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Bad Aachen.

Besonders häufige Kopfschmerz-Auslöser sind vor allem Zusatzstoffe. Auf Glutamate reagiert etwa ein Drittel der Bevölkerung empfindlich. Der Zusatzstoff Natrium-Glutamat ist als Geschmacksverstärker häufig in asiatischen Gerichten enthalten, weshalb die durch ihn ausgelösten Symptome auch als „Chinese Restaurant Syndrome“ bezeichnet werden. Auch in Fertigprodukten taucht dieser Zusatzstoff häufig auf. Nach dem Verzehr kommt es bei entsprechend sensiblen Personen zu Kopfschmerzen, Hitzegefühl, Herzklopfen sowie Rötungen und Brennen an Schultern, Brust und Hals. Ebenfalls häufig ist der so genannte „Hot Dog Kopfschmerz“, der durch Nitrat oder Nitrit ausgelöst wird. Diese Stoffe sind in gepökelten Nahrungsmitteln als Bestandteil des Pökelsalzes enthalten. Auch dieser Stoff löst innerhalb einer Stunde nach dem Verzehr pulsierende Kopfschmerzen aus, die meist in der gesamten Stirnregion auftreten. Häufig kommt es bei diesen Nahrungs-Migräne-Attacken auch zu Übelkeit und Erbrechen. Selbst Eis und stark gekühlte Getränke sind in der Lage, durch den beim Genuß entstehenden Kältereiz auf die Nerven und Gefäße im Rachenraum Kopfschmerzen auszulösen, betont Katrin Raschke.

Deutlich muß der Nahrungsmittelkopfschmerz von Migräne-Anfällen unterschieden werden. Um den Nahrungsmittelkopfschmerz zu umgehen, sollten empfindliche Personen die auslösenden Nahrungsmittel meiden. Für Migräne-Patienten ist es nicht so einfach: Migräne-Anfälle können zwar durch verschiedene Nahrungsmittel, die sogenannten Migräne-Trigger, ausgelöst werden. Viele unterschiedliche Nahrungsmittel werden in verschiedenen Studien als Migräne-Trigger identifiziert. Doch Migräne selbst kann durch Nahrungsmittel nach heutigem Kenntnisstand nicht ausgelöst werden. Daher können Diätvorschriften bestenfalls die Anfalls-Frequenz reduzieren, nicht aber die Migräne gänzlich vermeiden.

Die Auslöser für Nahrungsmittel-Kopfschmerz und Migräne-Trigger sind individuell unterschiedlich. Betroffene Patienten müssen individuell die kritischen Faktoren herausfinden. Das DIET empfiehlt, hierfür zu Beginn Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel auszulassen und erst nach und nach wieder in den Speiseplan einzubauen, um die auslösenden Stoffe identifizieren zu können.

(Quelle: D.I.E.T. Aachen)

Zum Seitenanfang    Zurück zur Übersicht der Artikel und Themen




Copyright © 1999-2002·All Rights Reserved·Ius Proprietatis Librariae·Juergen W. Klueh