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Neue Hinweise auf Krebsschutz durch Tee


09. April 2002

Ob Tee wirklich vor bösartigen Erkrankungen schützt, ist noch nicht endgültig geklärt. Eine neue Studie untermauert jedoch diese Theorie.

Wer regelmäßig grünen oder schwarzen Tee trinkt, halbiert möglicherweise sein Risiko, an Magen- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken. Darauf deutet eine Langzeitstudie amerikanischer und chinesischer Forscher hin. Wie sie berichten, verdankt der Tee seine vorbeugende Wirkung sogenannten Polyphenolen.

Gegen Freie Radikale

Die Wissenschaftler stellten ihre Studie jetzt auf der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für Krebsforschung vor. Im Rahmen der Untersuchung protokollieren sie seit 1986 in der Region Schanghai den Gesundheitszustand von über 18.000 Männern ab 45 Jahren. Bisher waren nur 232 Fälle von Magen- oder Speiseröhrenkrebs zu verzeichnen, berichten die Forscher.

Daß Chinesen vergleichsweise selten an Krebs erkranken, könnte mit ihrem Tee-Konsum zusammenhängen. Bei Urin-Untersuchungen fanden die Wissenschaftler bei ihren Probanden hohe Werte von Polyphenol-Abbauprodukten. Die Forscher sprechen von einem eindeutigen Zusammenhang zwischen der Konzentration des Polyphenols Epigallocatechin (EGC) und verminderter Krebswahrscheinlichkeit. Polyphenole aus dem Tee gehören zu den Antioxidantien. Diese Stoffe schützen Körperzellen, indem sie an sogenannte Freie Radikale binden.

Grün vor Oolong

Freie Radikale sind körpereigene Moleküle, denen ein Elektron fehlt und die zum Ausgleich benachbarten Molekülen Elektronen entziehen. Dadurch können Körperzellen geschädigt werden. Zwar erzeugt der menschliche Körper einige Antioxidantien, die Freie Radikale in Schach halten. Mit Hilfe vitaminreicher Ernährung (Vitamin C, E, Beta-Karotin) und Tee läßt sich dieser Schutzmechanismus nach Meinung der meisten Ernährungs-Experten aber deutlich verstärken. Grüner Tee enthält am meisten Antioxidantien, gefolgt von Oolong-Tee und schwarzem Tee.

Gegenüber der BBC warnte der britische Krebs-Experte Thomas Lober jedoch vor voreiligen Schlüssen. Laborstudien hätten «vielversprechende Anti-Krebs-Effekte» gezeigt, «aber der schützende Effekt von Tee ist noch weit entfernt davon, bewiesen zu sein, und mehr gut durchdachte, großangelegte Studien an Menschen sind nötig», so Lober.

(Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Die Wirkung von Grünem Tee ist nicht belegt (Ärztezeitung, 1999)
The Chinese Art of Tea Drinking
The Chemistry of Tea

Kommentar:
Sollten diese Ergebnisse auf den Genuß von Grünem und Schwarzem Tee zurückzuführen sein, dann ist auch die Dauer des Teetrinkens von großer Bedeutung. Nicht Monate, sondern Jahre dürfte hierfür erforderlich ein.

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