Aachen, den 14.03.02 - (DIET-SDM)
Menschen, die auf ihren Cholesterinspiegel achten wollen oder müssen, sollten an den Ostertagen lieber zum Hühnerei als zum Schokoladenei greifen, informiert heute die Diplom Oecotrophologin Birgit Junghans beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.).
Heute ist bekannt, daß der Blutfettspiegel weniger durch die Zufuhr von Cholesterin aus der Nahrung beeinflußt wird als durch die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren, die überwiegend in
tierischen Produkten enthalten sind. Auch in Schokolade, die einen Gesamtfettgehalt von 30 Prozent aufweist, sind überwiegend ungesunde gesättigte Fettsäuren, aber wenig gesunde ungesättigte Fettsäuren enthalten. Studien haben gezeigt, daß der Cholesterinspiegel deutlich stärker von der Zufuhr gesättigter Fettsäuren in tierischen Fetten beeinflußt wird als von der Cholesterinzufuhr. Insgesamt leidet der Körper weniger unter den Hühnereiern als unter den restlichen österlichen Schlemmereien. Auch wer von hohen Cholesterinwerten betroffen ist, muß nicht auf das traditionelle Hühnerei zum Osterfrühstück verzichten. Wesentlich gesünder ist es, die Menge an Schokoladeneiern, Gebäck und Pralinen einzuschränken. Der hohe Gehalt an Zucker in diesen Süßigkeiten führt dazu, daß die Bauchspeicheldrüse permanent Insulin ausschüttet. Der Blutzuckerwert fällt genau so schnell wieder ab, wie er zuvor angestiegen ist. Dieses ständige Auf und Ab des Blutzuckerspiegels führt zu Müdigkeit und Trägheit.
Viel Insulin bedeutet auch immer Hunger bzw. Appetit. Auch das Ostermenue sollte nicht vor Fett triefen und auf pflanzlichen Lebensmitteln basieren. Das Osterlamm muß nicht fehlen, sollte jedoch nicht den größten Raum auf dem Teller einnehmen. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik gibt ein paar Tips, wie Sie gesund, fit und ohne österliche Gewichtszunahme über die Feiertage kommen.
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Stück bzw. 100 Gramm Lebensmittel |
Kilokalorien |
Fett in Gramm |
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100 g Schokoladen-Nougat-Ei |
535 |
31 |
1 Stk. (20 g) |
107 |
6,2 |
100 g Hühnerei |
155 |
10 |
1 Stk.(ca. 57 g) Hühnerei |
88 |
6 |
Ernährungstips für die Ostertage:
- Beginnen Sie den Tag mit einem leichten Frühstück wie Müsli, Vollkornbrötchen, frischem Obst oder frisch gepresstem Obstsaft, fettarmen Quark oder Joghurt, magerem Schinken oder fettreduziertem Käse.
- Achten Sie darauf, ausreichend wasserlösliche Ballaststoffe aufzunehmen. Sie sättigen, schützen die Darmflora und bringen die Verdauung in Schwung. Besonders gut geeignet sind Plantago ovata-Samenschalen aus der Apotheke.
- Gemüse und kohlenhydrathaltige Kartoffeln, Reis oder Nudeln sollten den Hauptbestandteil der Hauptmahlzeiten ausmachen. Fleisch sollte fettarm sein und nicht die größte Menge der Mahlzeit darstellen.
- Essen Sie zum Nachmittagskaffee lieber Hefekuchen mit Obst anstelle von Sahnetorte oder Kuchen aus Mürbe- oder Rührteig.
- Gönnen Sie sich wenige Schokoladeneier, genießen Sie diese aber bewußt. Nichts ist gefährlicher als unbewußtes "nebenher" essen. Sie wissen später gar nicht mehr, wieviel Sie gegessen haben.
- Nutzen Sie die Ostertage für Bewegung an der frischen Luft. Stramme Spaziergänge, Radfahren oder Joggen halten den Kreislauf in Schwung, verbrauchen Energie und verhindern in dieser Zeit das Naschen am Osternest.
Niemand muß Angst von Hühnereiern haben, weil sie trotz ihres hohen Cholesteringehalts weniger schädlich sind als Schokoladeneier, die zu einem Drittel aus Fett bestehen. Wichtig zum Schutz vor dem Herzinfarkt ist eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung über das gesamte Jahr verteilt.
Über die Möglichkeiten, den Cholesterinspiegel auf natürliche Art und Weise zu senken, beispielsweise durch Plantago ovata-Samenschalen, informiert das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik mit seinen kostenlosen telefonischen Beratungsdienst. Unter der Nummer 0241 – 4450230 können sich Interessierte bei den Diätassistenten und Diplom Oecotrophologen des Instituts werktags von 9.00 bis 13.00 Uhr beraten lassen. Weitere Informationen bietet die Homepage des Instituts
http://www.diet-aachen.de.
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)