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Erhaltung der Lebensqualität im Alter
heißt gesunde Ernährung

DIET: Senioren können trotz normaler Figur in einem schlechten Ernährungszustand sein


Aachen, den 21.03.02 - (DIET-SDM)

Das Problem der Seniorenernährung liegt darin, daß ältere Menschen zwar weniger Energie, aber genauso viele Nährstoffe wie Eiweiß, Kohlenhydrate, lebensnotwendige Fettsäuren, Vitamine und Mineralien benötigen. Ein Senior müßte demnach gesünder und ausgewogener essen als ein Junior und mehr Nährstoffe pro Energieeinheit aufnehmen, so Ines Drewe vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Aachen.

Die Ernährungsberichte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ergaben jedoch, daß Senioren oft mangelernährt sind. Dabei könnte eine abwechslungsreiche und vielseitige Kost die Lebensqualität steigern.

Der Körper verbraucht im Alter weniger Energie als in jungen Jahren, auch die körperliche Aktivität geht zurück. Das hat zur Folge, daß die tägliche Energiezufuhr pro Lebensjahrzehnt um ungefähr 100 Kilokalorien gesenkt werden muß, damit es nicht zum Fettansatz kommt. Das heißt, daß ein 75-jähriger Mensch 250 Kilokalorien weniger am Tag zu sich nehmen sollte als ein 50-jähriger. Das entspricht einem Brötchen dünn bestrichen mit Butter und einer Scheibe Schinkenwurst. Der Bedarf an lebensnotwendigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralien bleibt jedoch gleich. Gerade Senioren sollten daher darauf achten, daß sie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, mageres Fleisch und Fisch sowie magere Milchprodukte täglich in ausreichender Menge zu sich nehmen. Auch im Alter sollte ein Teil des Obstes und Gemüses roh verzehrt werden. Da 15 Prozent der gesunden 65- bis 74-jährigen und bereits 20 Prozent der über 75-jährigen Senioren über Kaubeschwerden klagen, bietet sich die Aufnahme von frisch gepreßten Säften und fein geraffeltem oder geriebenem Obst und Gemüse an. Das Gemüse sollte nur kurz blanchiert oder gedünstet werden, falls es roh unverträglich ist. Obst kann gut als Nachtisch oder Zwischenmahlzeit an Stelle von Pudding oder Kuchen gereicht werden.

Auch Vollkornprodukte, die für die Zufuhr von Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen wichtig sind, können weich sein und somit auch im Alter verzehrt werden. Geschrotetes Korn oder Haferflocken können Zutaten von Backwaren, Breien, Aufläufen und Suppen sein. Eine Verminderung der Aufnahme von fettem Fleisch, fetten Wurstwaren (beispielsweise Leberwurst), Eiern, fettreichen Milchprodukten (Käse mit mehr als 45 % Fett in der Trockenmasse, Sahne) ist empfehlenswert, da die Energieaufnahme schnell, gerade unter dem Gesichtspunkt des sinkenden Bedarfs, zu hoch ist und eine Gewichtszunahme auf Dauer nicht ausbleibt.

Die ernährungsmedizinischen Berater des DIET empfehlen den Senioren zwei magere Fleischmahlzeiten, ein bis zwei fettarm zubereitete Seefischmahlzeiten und zwei bis drei Eier pro Woche. Da Milch im Alter oft schlecht vertragen wird, bieten sich besser bekömmliche magere Sauermilchprodukte wie Joghurt, Dickmilch, Buttermilch und Kefir an, so Drewe. Täglich sollten Senioren mindestens anderthalb Liter kalorienfreie Getränke wie beispielsweise Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnten Säften trinken, denn durch eine ausreichende Trinkmenge ist eine Unterstützung der Nierentätigkeit bei ihren Aufgaben als Regulator des Wasser- und Mineralstoffhaushalts gegeben. Außerdem wird das Problem der Verstopfung deutlich gesenkt. Eine ausreichende Trinkmenge, gerade zu den Mahlzeiten, sorgt auch für eine schnellere Sättigung und damit wiederum zu einer geringeren Energiezufuhr. Das schützt vor Übergewicht.

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter http://www.diet-aachen.de. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik bietet Interessierten zum Thema Senioren- und Mangelernährung einen telefonischen Ernährungsmedizinischen Beratungsdienst an. Unter der Nummer 0241 – 96 10 95 66 stehen die ernährungsmedizinischen Berater den Anrufern werktags in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr zur Beantwortung ihrer Fragen zur Verfügung.

(Quelle: D.I.E.T. Aachen)

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