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Wasser – Das vernachläßigte Lebenselixier

DIET: Zum Tag des Wassers erinnert das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik an die lebenswichtigen Aufgaben des wertvollen Lebensmittels Wasser
Mineralwasser ist Leitungswasser überlegen


Aachen, den 22.03.02 - (DIET-SDM)

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, erinnert heute aus Anlaß des Tages des Wassers Katrin Raschke, Diplom Oecotrophologin des Deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in der berühmten Quellen- und Mineralwasserstadt Aachen.

Der Tag des Wassers wurde 1992 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und wird jährlich am 22. März weltweit begangen.

Zwei Liter sollten Erwachsene täglich trinken, um den Körper fit und leistungsfähig zu halten. Dabei sind Leitungs- und Mineralwasser nicht zu überbieten. Doch die nötige Flüssigkeitszufuhr erreichen die meisten Menschen nicht. Viele trinken erst, wenn sie Durst verspüren. Doch dies ist bereits zu spät, erläutert Raschke. Durst ist ein Alarmsignal des Körpers, das möglichst gar nicht erst ausgelöst werden sollte. Vor allem Kinder und Senioren trinken zu wenig, so Raschke.

Der Mensch besteht zu über 50 Prozent aus Wasser, beim erwachsenen Mann sind es 60 Prozent, beim Säugling bis zu 70 Prozent. Wasser ist die Grundlage aller biologischen Vorgänge im menschlichen Organismus, es sorgt für den ständigen Austausch der Auf- und Abbauprodukte des Stoffwechsels und hält so den Körper funktionsfähig und gesund.

Schon nach einem zwei- bis viertägigen Flüssigkeitsmangel kommt es zur Bluteindickung und Kreislaufversagen. Ein Flüßigkeitsverlust von zehn Prozent des Körpergewichts führt zu Desorientierung, Schwindel, Schwäche und Apathie bis hin zu Bewußtlosigkeit. In ganz schweren Fällen können Nieren- und Kreislaufversagen auftreten.

Wichtig ist es, den Flüssigkeitsbedarf über die richtigen Getränke zu decken. Hier sind Trink- und Mineralwasser die besten Möglichkeiten. Diese beiden Lebensmittel unterliegen in ihrer Zusammensetzung einer strengen Kontrolle.

Doch das Leitungswasser in Deutschland hält nicht immer das, was es verspricht, so Raschke. Die Proben werden an den Wasserwerken entnommen und dort kontrolliert. Was jedoch aus dem heimischen Wasserhahn fließt, kann in seiner Zusammensetzung mehr oder weniger stark verändert sein. Nicht selten kommt es zu mikrobieller Belastung, vor allem durch Fäkalkeime, zu Nitratüberschreitung oder Belastungen mit Schwermetallen durch Leitungsrohre. Dies trifft auch für die Stadt und den Kreis Aachen zu.

Die DIET-Experten raten aus mehreren Gründen zu der Bevorzugung von Mineralwasser oder abgekochtem Leitungswasser.

Die angesprochenen Belastungen treffen auf Mineralwasser nicht zu. Zudem ist die Auswahl eines speziellen Mineralwassers für bestimmte Bedürfnisse möglich. Für Kleinkinder bietet sich nitratarmes Wasser an, Sportler oder Menschen mit niedrigem Blutdruck greifen auf natrium- und magnesiumreiches Mineralwasser zurück, calciumreiche Wässer dagegen unterstützen die Osteoporosevorbeugung.

Vor allem auf den Verzehr süßer Limonaden, Cola- oder Fruchtsaftgetränke sollte verzichtet werden. Getränke mit hohem Zuckergehalt fördern die Entwicklung von Karies und Übergewicht, zwei Krankheiten, die in Deutschland ohnehin endemische Ausmaße angenommen haben, betont Raschke. Empfehlenswert sind Fruchtsaftschorlen, gemischt aus maximal einem Drittel Saft und zwei Dritteln Mineralwasser. Süßstoffgesüßte Lightgetränke sind eine Alternative, die die „schlanke Linie“ und die Zähne schont.

Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik bietet auf seiner Homepage http://www.diet-aachen.de Tips zum Trinken und zu vielen anderen Fragen der Ernährungsmedizin.

Kaloriengehalt verschiedener Erfrischungsgetränke
Getränk Kalorien
pro Glas à 0,2 Liter
Cola-Getränk
112
Limonade
90
Light-Limonade
8
Orangensaft
90
Orangennektar
126
Mineral- und Trinkwasser
0
Apfelschorle (selbstgemischt)
30


DIET-Trinkempfehlungen:
  • Erwachsene: 2 bis 3 Liter täglich
  • Kinder ab 10 Jahre: 2 Liter täglich
  • Kinder bis 10 Jahre: 1,5 bis 2 Liter täglich
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)

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