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"Vitalfood"
Trend im dritten Jahrtausend

DIET: Lebensmittel müssen auf den modernen Lebensstil des Menschen zugeschnitten sein
Ausreichend Energie, alle wichtigen Nährstoffe und guter Geschmack kennzeichnet die neue Generation des "Vital-Fastfood"


Aachen, den 29.04.02 - (DIET-SDM)

Die Ernährungsweise der Deutschen wird künftig stärker als bisher von Fastfood und Nahrungsergänzungsmitteln geprägt sein. Diese These vertrat der Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) Sven-David Müller auf der Pressekonferenz anläßlich des 5. Tages der gesunden Ernährung am 22.04.2002 zum in Berlin.

Einerseits werden wie bisher herkömmliche Lebensmittel von unterschiedlicher Qualität angeboten, andererseits wird es eine neue Art von Fastfood geben, so Müller. Bislang habe Fastfood zu Recht einen schlechten Ruf, denn es sei "wenig sättigend, fett-, zucker- und kalorienreich, aber arm an essentiellen Nahrungsbestandteilen wie Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen". Weil unsere Gesellschaft vom Zeitmangel geprägt sei, werde künftig der Konsum von Fastfood oder Fertiggerichten weiter zunehmen, mit negativen Folgen für die Gesundheit der Menschen, so Müller. Die Kosten, die bereits jetzt durch Fehlernährung hervorgerufen werden, beziffert DIET-Präsident Professor Dr. Rudolf Schmitz für das Jahr 2001 auf 74,3 Milliarden Euro. Das sind rund ein Drittel der Gesamtkosten im Gesundheitswesen. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit sind 64 Prozent der Todesfälle in Deutschland Folge ernährungsbedingter und ernährungsabhängiger Erkrankungen. Der steigende Fastfood-Konsum in Deutschland wird die Situation weiter verschlechtern. Daher forderte Sven-David Müller gesünderes Fastfood, sogenanntes "Vital-Fastfood". Auch vorgefertigte, sogenannte Convenience-Gerichte müssen aus ethisch und ökologisch korrekt produzierten Lebensmittel bestehen und den Anforderungen der Ernährungsmedizin entsprechen.

Neue Wege sind gefragt, so die Ernährungswissenschaftlerin Birgit Junghans vom DIET. Sie schilderte auf der Pressekonferenz, wie sich das Ernährungsverhalten der Deutschen in den letzten 50 Jahren verändert hat. So werden immer weniger Getreide und Kartoffeln verzehrt, dafür mehr Käse und Fleisch. Der Konsum von Obst und Gemüse stieg in diesem Zeitraum nur gering an. "Zu viel, zu fett, zu süß", so lautet das Fazit von Birgit Junghans. Sie bestätigte den Trend zu Fertigprodukten und Fastfood, der auch von Sven-David Müller erläutert wurde. "Nach Angaben des Ernährungsberichts 2000 sind 27,7 Prozent der Kinder zwischen 6 und 8 Jahren übergewichtig, bei den 8 bis 12jährigen sind es sogar 31,9 Prozent und bei den 60 bis 65jährigen steigt nach Angaben des statistischen Bundesamtes die Zahl über 70 Prozent an", so Birgit Junghans. Das Wissen um die richtige Ernährung allein reiche nicht aus, um eine Änderung des Ernährungsverhaltens zu bewirken.

Die Veränderungen in der Lebensgestaltung vieler Menschen wirken sich auch in Zukunft weiter auf die Ernährungsweise aus. Frauen sind karriereorientierter und nicht mehr ausschließlich Hausfrau am Herd. Kochen wird mehr und mehr zum Hobby für Liebhaber, im zeitknappen Alltag kommen Fertigprodukte oder Teilfertigprodukte immer mehr zum Einsatz. Gleichzeitig sind die Menschen immer besser über Gesundheit informiert. Es gibt einen Trend Richtung Fitneß und Körperbewußtsein. Diese Ansprüche können vom herkömmlichen Fastfood nicht erfüllt werden, so Sven-David Müller. Sie fordern eine Nahrung ein, die alle Nährstoffe enthält, dazu genügend Energie liefert , sofort verfügbar ist und gut schmeckt. Solche Nahrungsmittel, beispielsweise in Form von Riegeln oder Trinkpackungen, die in Zukunft stärker auf den Markt drängen werden, sind eine notwendige Ergänzung im Lebensmittelangebot, die uns helfen kann, uns trotz des modernen Lebensstils gesund zu ernähren.

"Hitliste" - die schlechtesten drei!
Gericht / Portion in Gramm / Kalorien / Fett in Gramm
Gyrosteller mit Krautsalat, Pommes Frites und Zaziki /680 / 111 / 60
Pommes Frites, Currywurst rot-weiß / 390 / 1110 / 90
Pizza Classica / 290 / 700 / 38


(Quelle: D.I.E.T. Aachen)

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