Aachen, den 10.04.02 - (DIET-SDM)
Das Risiko an Krebs, kardiovaskulären Erkrankungen, Beeinträchtigungen des Immunsystems, Gehirnleistungsstörungen und Katarakten zu erkranken, kann durch den ausreichenden Verzehr von Obst und
Gemüse deutlich gesenkt werden, so Ines Drewe, Ernährungswissenschaftlerin vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) heute.
Seit 20 Jahren tragen Wissenschaftler Daten zu verschiedenen günstigen Effekten eines hohen Verzehrs von Obst und Gemüse auf die Gesundheit zusammen. Ein zu geringer Verzehr von Obst und Gemüse ist ein wesentlicher Risikofaktor für die Tumorentstehung. Viele der in den Pflanzen enthaltenen Vitamine, Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe schützen den Körper durch ihre antioxidative und antikanzerogene Wirkung.
Durch einen regelmäßigen hohen Konsum von 750 bis 1000 Gramm Obst und Gemüse täglich kann gleichzeitig der Verzehr von tierischen Fetten durch Fleisch- und Wurstwaren, von fettreichen Käsesorten sowie freien Zuckern in Form von Keksen und Süßigkeiten leichter eingeschränkt werden. Der übermäßige Fettverzehr und die fehlenden Ballaststoffe in der Nahrung sind weitere ernährungsmedizinische Faktoren, die mit einer Risikoerhöhung für die Krebsentstehung einhergehen.
Die in den pflanzlichen Lebensmitteln reichlich enthaltenen Vitamine, Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente), sekundären Pflanzenstoffe sowie lösliche und unlösliche Ballaststoffe haben desweiteren antimikrobielle, immununterstützende, verdauungsfördernde, glucose- und cholesterinsenkende wie auch antithrombotische Wirkungen.
Durch eine Umstellung der Nahrungsmittelauswahl hin zu mehr Obst und Gemüse läßt sich auch das Körpergewicht reduzieren. Ein weiterer wesentlicher Einflußfaktor auf das Gewicht ist die Körperaktivität, die gerade bei sitzenden Berufen im Bereich der Freizeit erhöht werden muß. Eine halbe bis eine Stunde täglich flottes Spazieren gehen, Radeln, Wandern oder Sport wie Walking oder Schwimmen sind schon ausreichend. Denn auch das normale Körpergewicht schützt vor vorzeitigen Alterserkrankungen wie Gelenk- oder Herz-Kreislaufproblemen, Diabetes mellitus und Arteriosklerose.
Die Angst vor landwirtschaftlichen oder chemischen Rückständen in Lebensmitteln in Deutschland ist weitgehend unbegründet, da sie durch Waschen und Abreiben so weit entfernt werden können, daß die antikanzerogene Wirkung der Pflanzenstoffe deutlich höher liegt, als die schädigende Wirkung etwaiger Rückstände. Zudem sind Rückstandshöchstmengen vom Gesetzgeber festgelegt, um die Gesundheit des Verbrauchers zu schützen.
Informationen zu diesem und anderen Themen aus der Ernährungsmedizin finden Interessierte auf der Homepage des DIET
www.diet-aachen.de.
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)