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An Histidin gebundenes Zink ist gut resorbierbar
DIET: Mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung leiden laut WHO an Zinkmangel - Zinkhistin gleicht diesen Mangel belegbar besser aus als andere Zinkverbindungen
Aachen, den 30.04.02 - (DIET-SDM)
Grenzwertiger Zinkmangel sowie eine suboptimale Zinkversorgung sind nicht nur aus Entwicklungsländern bekannt, auch in Deutschland leiden viele Millionen Menschen darunter, betont heute Sven-David Müller vom Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.).
Die Ärzte Zeitung [1] berichtete am fünften Februar diesen Jahres, daß die Bioverfügbarkeit von Zinkhistidin besonders günstig sei. Damit gleicht Zinkhistidin einen Zinkmangel oder eine nicht optimale Versorgung belegbar rascher und effektiver wieder aus als andere Zinkverbindungen, so Müller. Weltweit leiden nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als 50 Prozent der Menschen an einem Zinkmangel. Zu den Risikogruppen in Deutschland gehören insbesondere Senioren, Diabetiker, Schwangere und Stillende, Rekonvaleszente, Sportler und Menschen, die unter entzündlichen Erkrankungen der Haut sowie des Magen-Darm-Traktes leiden, erklärte Müller.
Mögliche Ursachen für Zinkmangel (nach DIET):
- Einseitig vegetarische (vegane) Ernährung:
Komplexbildung im Darm durch Phytinsäure, zu geringe Aufnahme
- Chronischer Alkoholmißbrauch:
Erhöhte Ausscheidung über die Nieren, erhöhter Bedarf
- Nulldiät, Fasten, Heilfasten:
Keine/extrem geringe Zinkzufuhr, verstärkte Ausscheidung durch Abbau von Muskelmasse
- Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder/Jugendliche in der Wachstumsphase:
"Mitversorgung" des Feten durch die Mutter, erhöhter Bedarf
- Sportliche Aktivität/Schwerstarbeit:
Verluste über den Schweiß, erhöhter Bedarf
- Fortgeschrittenes Alter/Senioren:
Verminderte Aufnahmefähigkeit, Fehl-/Mangelernährung
- Konsumierende Erkrankungen:
Tumorerkrankungen, HIV/AIDS,
- schwere Infekte:
Verstärkte Ausscheidung durch Abbau von Muskelmasse, geringe Zufuhr, erhöhter Bedarf
- Rekonvaleszenz:
Erhöhter Bedarf
- Diabetes mellitus:
Erhöhte Verluste über die Nieren
- Leberfunktionsstörungen/Leberzirrhose:
Erhöhte Verluste, erhöhter Bedarf
- Entzündliche Erkrankungen:
Erhöhter Bedarf
- Nierenfunktionsstörungen, chronische Niereninsuffizienz:
Erhöhte Verluste
- Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie:
Verminderte Resorption, erhöhte Verluste, erhöhter Bedarf
- Entzündliche Hauterkrankungen, Neurodermitis, Akne, Psoriasis:
Erhöhte Verluste durch Hautabschuppung, Zinkmangelsymptom, erhöhter Bedarf
- Allergien:
Erhöhter Zinkumsatz, Zinkmangelsymptom
- Chemo- oder Strahlentherapie:
Erhöhte Verluste
- Therapie mit Corticoiden/Einnahme der Pille:
Erhöhte Verluste durch hormonelle Stoffwechselverschiebungen
- Eisenpräparate:
Verdrängung von Zink durch Eisen
- Amalgam-Sanierung:
Ausscheidung zusammen mit Quecksilber
In der aktuellen Ausgabe des Journal of Pharmacology and Therapy beschreibt Professor Dr. Ulrich Mittmann die unterschiedliche Bioverfügbarkeit der verschiedenen Zinkpräparate. Günstig erscheint nach Auswertung der vorliegenden Studien eine Zinksupplementation mit Zinkhistidin zu sein. Zinkhistidin zeichnet sich insbesondere durch eine effektive Einflußnahme physiologischer Resorptions-, Verteilungs- und Eliminationsprozesse aus. Über die herkömmliche Ernährung nimmt der Mensch Zink vorwiegend aus Fleisch, besonders Rindfleisch, auch in Verbindung mit der Aminosäure Histidin auf, so Müller. Histidin ist eine lebensnotwendige Aminosäure. Die Verbindung Zinkhistidin hat eine 30 bis 40 Prozent bessere Verfügbarkeit als Zinksulfat. Der renommierte Zinkexperte Professor Ulrich Mittmann [2]: "Die überlegene Bioverfügbarkeit des Zinkhistidins verbessert die Verträglichkeit und Wirksamkeit der Behandlung und macht die Einnahme von hohen Dosen anorganischer Zinksalze unnötig". In Deutschland bieten Apotheken Zinkhistidin nach Angaben der Ärzte Zeitung [1] als Curazink von Redinomedica und als Zinkamin-Falk von Dr. Falk Pharma an.
Literatur:
1. Ärzte-Zeitung, 4.2.2002: Heft Nr. 21 (21. Jahrgang),
http://www2.aerztezeitung.de/docs/2002/02/04/021a1304.asp? cat=/medizin/ernaehrung
2. U. Mittmann:
Bioverfügbarkeit von Zinkpräparaten, Journal für Pharmacologie und Therapie 10(5): 143-153 (2001)
(Quelle: D.I.E.T. Aachen)
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