Barcelona (pte, 9. Februar 02/09:15)

Die Städte Panama (Republik Panama) und Curitiba (Brasilien) sind von einer internationalen Jury zu den amerikanischen Kulturhauptstädten 2003 gewählt worden. Die erste amerikanische Kulturhauptstadt in der Geschichte war die Stadt Merida in Mexiko im Jahr 2000. Ihr folgten die Städte Iquique in Chile 2001 und in diesem Jahr die brasilianische Stadt Maceio. Ab dem Jahr 2003 werden jährlich je zwei Städte des amerikanischen Kontinents zu amerikanischen Kulturhauptstädten ernannt. Die Städte müssen geographisch und sprachlich verschiedenen Ländern angehören.
Die Initiative wird von der 1997 gegründeten Organisation der amerikanischen Kulturhauptstadt
gefördert und richtet sich an Mitgliedsstaaten der Organisation der amerikanischen Staaten(OAS)
http://www.oas.org. OAS wird vom lateinamerikanischen und dem Europäischen Parlament unterstützt. Ziel ist es ein besseres Verständnis über die amerikanische Kultur zu schaffen und dieses Gut zu gewahren. Die europäische Vertretung der
amerikanischen Kulturhauptstadt hat ihren Sitz in Barcelona
http://www.cac-acc.org.
Die Ernennung der Stadt Panama zur Kulturhauptstadt fällt mit dem 100-jährigen Bestehen der
Republik Panama zusammen. Das Nationale Komitee zur Hundertjahrfeier, gegründet von der Präsidentin der Republik Panama, Mireya Moscoso, organisiert in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von Veranstaltungen. Die Stadt Panama, erste europäische Siedlung an der amerikanischen Pazifikküste, wurde im Jahr 1519 gegründet. Derzeit hat die Stadt 750.000 Einwohner. Der antike Stadtkern wurde zusammen mit dem Salon Bolivar 1997 zum Weltkulturerbe ernannt. Die Eintragung gründet sich auf die Wahrung des Originalzustandes des antiken Stadtkernes.
Die Ernennung der Stadt Curitiba zur Kulturhauptstadt 2003 fällt mit dem 150. Jahrestag der Stadt zur
Ernennung der Hauptstadt des brasilianischen Staates Parana zusammen. Curitiba wurde im 17. Jahrhundert gegründet. 1853 erhielt Parana seine Unabhängigkeit von Sao Paulo. Curitiba
http://www.guiacuritiba.com.br zählt derzeit 1,6 Mio. Einwohner und ist international für seine Lebensqualität bekannt. Die Stadt verfügt über ein einzigartiges System an öffentlichen Parks und Gärten mit einem hohen Prozentsatz an Grünflächen pro Einwohner, ein integriertes öffentliches Verkehrsnetz sowie ein komplettes Kultur- und Bildungsprogramm. Die Stadt gilt als äußerst umweltbewußt und fördert entsprechende Programme.
Die Initiative zur Gründung einer amerikanischen Kulturhauptstadt geht auf das Jahr 1985 zurück. Die damalige griechische Kulturministerin Melina Mercouri schlug vor, ergänzend zu einer politischen und wirtschaftlichen europäischen Gemeinschaft eine Stadt in Europa zur europäischen
Kulturhauptstadt zu erklären. Diese Ehre wurde 1985 erstmals Athen zuteil. Die Kulturhauptstädte in diesem Jahr sind Brügge und Salamanca. Es folgen Graz 2003 sowie Genf und Lille 2004.
(Quelle: pte020209003 - pressetext.austria)