Der mit 30 000 DM dotierte Heimito von Doderer-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Mongolen Galsan Tschinag. Das teilte die Kölner Stadtverwaltung am Montag mit. Die Auszeichnung wird am
1. September im Historischen Rathaus von Köln übergeben.
Von Tschinag, der in Leipzig Germanistik studierte und Prosa in deutscher Sprache schreibt, sind unter anderen "Der blaue Himmel", "Die graue Erde" und "Der weiße Berg" erschienen.
Der Heimito von Doderer-Literaturpreis, der 1996 in Wien erstmals verliehen wurde, erinnert an den gleichnamigen Schriftsteller, der 1896 in Wien geboren wurde und dort 1966 starb. Seine beiden großen Romane «Die Strudlhofstiege» (1951) und die «Dämonen» (1956) geben ein Bild der Gesellschaft Wiens im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.
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