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Gewerbeverein: Österreich verblödet zu Tode!

Hierzulande wird für Glücksspiele viermal soviel ausgegeben wie für Bücher!

Wien (pts, 18. Februar 02/09:50)

Einer RegioPlan-Studie zufolge wurde in Österreich für Glücksspiele viermal soviel ausgegeben wie für Bücher. Dies ist ein ausdrucksstarkes Sittenbild unserer Gesellschaft, wobei natürlich dieser Trend zum Glücksspiel kein österreichisches Unikat ist - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV)

Man kann den erziehungsverantwortlichen Eltern, Lehrern und anderen "Vorbildern" den Vorwurf nicht ersparen, daß wir eine Generation verweichlichter schneller "Abzocker" werden.

  • Eine Gesellschaft, in der viermal soviel für Glücksspiele denn für Bücher ausgegeben wird, zeigt bewußt, daß ihr die Zukunft egal, das "Hier und Jetzt" im Faulbett aber der Weg der richtigen Lebensplanung zu sein scheint.
  • Offenbar wird dabei das "Kreuzelsetzen" schon als schwere und demütigende Arbeit angesehen.
  • Geht man von einer älteren Studie aus, daß nur jedes vierte gekaufte Buch auch tatsächlich gelesen wird, dann ist das "Verdummungssyndrom" noch eklatanter manifest.
  • Die Pisa-Studie hat uns ja gezeigt, daß gerade bei den Lesegewohnheiten der männlichen Jugend Österreich und Deutschland gleichermaßen das Schlußlicht im OECD-Raum bilden.
Die Politik hat bisher dazu nur Scherzchen auf Lager - etwa jenes des NÖ-Landeshauptmannes, der im Ernst oder Scherz schwärmt, nur ein einziges Buch gelesen zu haben. Darüberhinaus denkt die Politik über das Faktum des zunehmenden Analphabetismus kaum nach. Die Mehrwertsteuer auf Bücher ist höher als anderswo - wen störts? Natürlich kann man daraufhinweisen, daß die niedrigere Umsatzsteuer in Deutschland dessen Lesemuffel auch nicht motivieren konnte.

In einem Land wie Österreich, in dem dreißig Prozent des BIP über Sozialsysteme umverteilt wird, ist es vollkommen klar, daß auch die Gewohnheiten der Bürger, den Wunsch Umverteilungsgewinner zu sein, unstillbar in jeden Lebensbereich hineinverlagern. Und da ist das Glücksspiel ein wichtiger Faktor.

Dies hat aber zur Folge, daß sich fast niemand mehr anstrengen will - und Bücher lesen ist ja wohl doch eine geringe Anstrengung - und der Großteil der Bevölkerung auf den schnellen Gewinn wartet. In den meisten Fällen wurde dieser bisher durch harte Arbeit und zukunftsorientiertes Handeln erreicht.

(Quelle: pts020218005 - pressetext.service - Österreichischer Gewerbeverein)

Kommentar:
Lieber den ganzen Tag Hintergrundgedudel als ein Buch lesen! Denn es stimmt. Lesen strengt viele Menschen zu sehr an.

  
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