Yokohama (pte, 9. Dezember 01/09:30)
Die Stadt Yokohama will Shrimps und andere kleine Fische als eine
Art "Frühwarnsystem" gegen verschmutztes Wasser einsetzen. Da Garnelen und Zahnkarpfen äußerst empfindlich
auf giftige Substanzen im Wasser reagieren, sollen sie in die Tanks von vier verschiedenen Filteranlagen
geschleust werden – noch bevor es die städtische Wasserversorgung erreicht.
Mit dem natürlichen Vorwarnsystem können Experten rasch feststellen, ob das Wasser verseucht ist, so ein
Bericht der Online-Ausgabe von Mainichi Weekly
http://mdn.mainichi.co.jp. Die Kosten werden spekulativ mit
120 Mio. Yen (1,1 Mio. Euro) veranschlagt. In jedem Spezialtank werden 40 Frischwasser-Shrimp und 20
Zahnkarpfen ihr Dasein fristen. Die Tanks messen kleinste Strommengen, die durch die Meeresbewohner
freisetzen.
Tritt der Fisch oder Shrimps mit dem Gift in Kontakt, tritt ein Schwächezustand ein und das Tier stirbt.
Die Ausrüstung nimmt die elektrische Veränderung auf und löst einen Alarm aus. Anschließend wird das Wasser
nochmals getestet. Verantwortliche entscheiden, ob sie die öffentliche Wasserversorgung stoppen. Yokohama
hat bereits ähnliche Methoden zum Test von Rohwasser eingesetzt. Die Entwicklung startete 1999 und wird vermutlich noch in diesem Jahr installiert werden.
(Quelle: pte011209001 - pressetext.austria)