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Lügendetektor analysiert
Wärmemuster im Gesicht

Gerät erkennt Schwindler an Erwärmung rund um die Augen


London (pte, 3. Januar 02/09:46)

US-Wissenschaftler haben einen Lügendetektor entwickelt, der anhand des Wärmemusters im Gesicht erkennt, ob jemand die Wahrheit spricht oder lügt. Der Lügendetektor besteht aus einer Wärmebildkamera, die mit einem Computer verbunden ist. Bei mehr als 80 Prozent der Fälle lag das Gerät richtig, berichtete das Team um den Forscher James Levine von der Mayo Klinik in Rochester im Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com . Die Erfolgsrate sei mit herkömmlichen Lügendetektoren, die Veränderungen der Pulsrate, der Atmung und der Schweißbildung messen, zu vergleichen.

"Bei Menschen, die lügen und mit einer Wärmebildkamera aufgenommen werden, erkennt der Computer die Erwärmung rund um die Augenpartie", erklärte Levine. Bei betrügerischen Absichten erzeuge der menschliche Körper im selben Moment typische psychologische Signale wie z.B. einen verstärkten Blutfluß in bestimmten Teilen im Gesicht, so der Studienleiter weiter.

Der Vorteil der Wärmeanalyse ist laut Lügendetektor-Experten und Psychologen Charles Honts von der Boise State University in Idaho die einfachere Einsatzbarkeit. Tests mit herkömmlichen Lügendetektoren benötigten die Einwilligung der Personen, Zeit und Experten für die Dateninterpretation. Die Wärmekamera könnte von ungeschultem Personal verwendet werden, da keine komplizierten Meßgeräte nötig seien, so die Forscher. Zudem seien bestehende Lügendetektoren nur an Gerichten einiger US-Bundesstaaten, in Japan und Israel zur Beweisführung gestattet. Die neue Methode könnte in Zukunft bei Kontrollen an Grenzen und Flughäfen für mehr Sicherheit sorgen, hofft das Forscherteam.

(Quelle: pte020103004 - pressetext.austria)

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