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Massensterben auf der Spur
Perm-Trias-Katastrophe

Forscher finden Hinweise auf
größte Ausrottung des Lebens vor 250 Mio. Jahren


London (pte, 7. Juni 02)

Ein britisch-russisches Forscherteam ist dem größten Massen-Exodus in der Geschichte des Planeten Erde näher gekommen. Vulkane in Sibirien, die vor 250 Mio. Jahren explodierten und eine Fläche von 3,9 Mio. km2 mit Lava bedeckten, hatten etwa 80 Prozent aller Lebewesen ausgerottet, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science http://www.sciencemag.org in seiner jüngsten Ausgabe.

Der Vulkanlavafluß war nach Angaben der Wissenschaftler etwa doppelt so groß wie es die Forscher zunächst annahmen. Marc Reichow, Geologe an der Universität von Leicester, hat mit seinen Forscherkollegen aus Rußland Bohrkerne untersucht, die im Westsibirischen Basin genommen wurden. Das Gebiet liegt etwa 1.000 Kilometer westlich der sibirischen Plattform entfernt. Da die Proben aus den gleichen Basalten bestanden, die auch auf der Plattform zu finden sind, kamen die Geologen zum Schluß, daß ein weitaus größeres Gebiet von der Lava zugedeckt wurde als angenommen. Der Lavafluß war an manchen Stellen bis zu eineinhalb Kilometer tief.

Die Perm-Trias-Katastrophe kostete 90 Prozent aller Lebewesen im Wasser und rund 70 Prozent der Landlebewesen das Leben. Wissenschaftler nehmen an, daß durch die vulkanischen Gase das Leben auf dem Planeten unmöglich wurde. Einige Forscher glauben, daß auch Asteroiden-Einschläge dazu beigetragen haben.

Nach dieser Katastrophe begann die Zeit der Dinosaurier, die dann vor 65 Mio. Jahren durch vulkanische Aktivitäten in der Gegend des heutigen Indien und Pakistan und Meteoriteneinschläge endete.

(Quelle: pte020607027 - pressetext.austria)

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