London (pte, 12. Januar 02/10:35)
Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin behaupten, daß sogenannte Monsterwellen in der Höhe von 36 Metern für das Verschwinden von mehr als 200 Öltankern und
Container-Schiffen in den vergangenen 20 Jahre verantwortlich sind. Ozeanographen der Technischen Universität
Berlin
http://www.naoe.tu-berlin.de haben dafür eigens eine computergestützte hydraulisch-betriebene
Wellenmaschine entwickelt. In einem Spezialtank rekonstruierten sie einen Seegang, der ein 180 Meter langes
Schiff in zwei Hälften brach. Bis jetzt ist es Wissenschaftlern und Meeresforschern nicht gelungen, den
exakten Ursprung der gigantischen Wellen zu klären, so ein Bericht des britischen Online-Telegraph
http://www.telegraph.co.uk:80.
"Erstmals wurde in einem Wellenexperiment nachgewiesen, daß Monsterwellen physikalisch möglich sind und
tatsächlich existieren", sagte der Leiter des Wissenschaftsteams, Günther Clauss. Für die Schiff- und
Ölindustrie sei das Ergebnis ein Durchbruch, da nun mit dem Design von Strukturen begonnen werden könnte, das
diesen Wellen widersteht.
Derart hohe Wellen entstehen bei Sturm, wenn langsam bewegende Wellen von folgenden schnelleren Wellen
aufgefangen werden. "Die Wellen stapeln sich übereinander", erklärte Clauss. Das Ergebnis seien beinahe
vertikale Wasserwände, die in einer Höhe von rund 37 Metern brechen. Die explodierende Welle war in dem Test
so mächtig, daß sie sogar durch die Decke des Gebäudes, in dem sich der Tank befand, durchbrach, so Clauss
weiter.
Die Forschungen sollen Schiffsarchitekten in ihren Bemühungen, gegen derartige Wellenkräfte widerstandsfähige
Schiffe und Ölplattformen zu konstruieren, unterstützen. Zudem hofft das Team auf die Entwicklung eines
speziell designten Radars, das vor einem Meereszustand, der zu einem Monster-Wellen-Phänomen führt, warnt.
(Quelle: pte020112002 - pressetext.austria)