Delft (pte, 5. März 02)
Technologien für Offshore-Windfarmen sind bereit für den Einsatz in großem Maßstab.
Das ist die Schlußfolgerung des Projektes "Concerted Action on Offshore Wind Energy in Europe (CA-OWEE)" der Europäischen Union. 17 Gruppen aus 13 europäischen Ländern haben im Rahmen des Projektes zusammengearbeitet. Koordiniert wurde es von der Energieabteilung der niederländischen TU Delft
http://www.tudelft.nl. Der 72-seitige Endbericht ist unter
http://www.offshorewindenergy.org nachzulesen.

CA-OWEE wurde von der Europäischen Kommission finanziert, um die Entwicklung der Offshore-Windenergie als umweltschonende Energiequelle anzuregen. Obwohl die Technologie bereits zur Verfügung steht, stellen die Reduktion der Kosten, die Erfahrungen bei der Errichtung und das Vertrauen in die Konstruktion sowie die Erhaltung von großen
Windparks eine große Herausforderung dar. Vorrangig gehe es auch darum, die Windparks in bestehende Elektrizitäts-Netzwerke einzubinden bzw. gehe es auch um die Auswirkungen auf die Landwirtschaft und Vogelwelt. Die Autoren unterbreiten auch Vorschläge, auf welche Forschungsschwerpunkte man sich in Zukunft konzentrieren sollte.
Ein Schwerpunkt des Projekts war u.a. die großflächige Ausnutzung von Offshore-Wind mittels Windturbinen mit großer Kapazität und einer guten Bewertung in den Bereichen Nachhaltigkeit, Leistung, Betriebssicherheit und Verfügbarkeit. Die EU spricht sich für Windturbinen aus, die im Vergleich zu bestehenden Anlagen umweltfreundlicher und kostengünstiger in der Errichtung und Produktion sind. Der größte Offshore-Windpark befindet sich derzeit in Middelgrunden, einige Kilometer vor der Küste Dänemarks. Die Anlage besitzt eine Kapazität von 40 Megawatt. Noch in diesem Jahr soll an der Westküste Dänemarks ein Windpark mit einer Kapazität von 160 Megawatt errichtet werden. Diesem soll 2003 ein Windpark in Egmond an der Niederländischen Küste folgen.
Experten schätzen, daß bis Ende 2010 Offshore-Windanlagen eine Totalkapazität von tausenden Megawatt erreichen werden. Was laut Delft-Forschern vergleichbar wäre mit einigen mit Kohle betriebenen Kraftwerken. Millionen Haushalte könnten durch die Anlagen im Meer mit Elektrizität versorgt werden. Schweden, Dänemark, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Großbritannien und Irland befinden sich bereits im fortgeschrittenen Planungsstadium für küstenvorgelagerte Windparks.
(Quelle: pte020305044 - pressetext.austria)