Narragansett/Rhode Island (pte, 6. Februar 02/17:01)
Wissenschaftler der University of Rhode Island
http://www.uri.edu wollen mit einem 30 Meter Wellenbecken Erschütterungen simulieren, die durch
Unterwasserbeben ausgelöst werden.

Das Projekt dient dem besseren Verständnis von Tsunamis
(Riesenwellen) und wird von der National Science Foundation mit 204.000 Dollar unterstützt. Bis zum Jahr
2003 will das Team um Stephan Grilli ein Computermodell entwickeln, das online Forschern, Rettungsteams
und Tsunami-Warneinrichtungen als Simulations- und Vorhersagemodell dienen soll.
Das Computermodell besteht aus einer Modellserie und basiert zum Teil auf Ergebnissen vergangener
Tsunamis und auf Experimenten im Wellenbecken. Ein Modell soll zeigen, wie Erdbeben Sedimente bewegen,
ein anderes konzentriert sich auf die Physik der resultierenden Wasserbewegung. Ein drittes Modell dient der
Vorhersage der durch die Welle
ausgelöste Überflutung. "Innerhalb von zehn Jahren werden zwei bis drei Mal hunderte Menschen von Tsunamis
getötet. Allein 1998 starben 2.000
Menschen in Papua Neu Guinea", so Grilli.
Das Wort "Tsunami" stammt aus dem Japanischen und ist ein Fachbegriff für Wellen mit extrem großer
Wellenlänge, die durch plötzliche
Verdrängung von Wasser ausgelöst werden. Die bei weitem häufigste Ursache für Tsunamis sind heftige Erdbeben.
Daher wird auch der
pazifische Raum am häufigsten von ihnen heimgesucht. Die Welle kann eine Geschwindigkeit von 1000 km/h
erreichen, so daß die Flutwelle
innerhalb weniger Stunden den Pazifik überqueren kann. In Ausnahmefällen können Tsunamis Höhen von 30 Meter
erreichen und besitzen dann
unvorstellbare Zerstörungskraft. Tsunamis, die den gesamten Pazifik betreffen, sind selten, sie treten ca.
alle zehn bis zwölf Jahre auf. Bei starken
Erdbeben im pazifischen Raum ergeht automatisch eine Tsunami-Warnung an die Anwohner der Küste. Sie werden
aufgefordert höheren Grund
aufzusuchen. Die Vorwarnzeit beträgt je nach Entfernung zum Erdbebenherd wenige Minuten bis einige Stunden.
(Quelle: pte020206038 - pressetext.austria)