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Unbekannte Mikroben im "toten" Fluß entdeckt

Forscher identifizieren neue Spezien im spanischen Rio Tinto


Huelva /Woods Hole (pte, 28. Januar 02/09:36)

Wissenschaftler des Paul Center for Comparative Molecular Biology and Evolution haben im extrem sauren und giftigen, tiefrot gefärbten spanischen Rio Tinto ein florierendes Ökosystem entdeckt. Bisher ist man davon ausgegangen, daß der Fluß tot ist, da hohe Eisenkonzentrationen in den umgebenden Böden als Rost im Wasser gelöst sind. Die Forscher haben nun in dem 90 Kilometer langen Fluß spezielle Mikroorganismen entdeckt, die auf weitere bisher unbekannte Art schließen lassen, so ein Bericht im Journal of Eukaryotic Microbiology http://www.jeukmic.org.

Linda Amaral Zettler vom Bay Paul Center entnahm Proben der Fluß-Sedimente und des Biofilms von lebenden bzw. toten Organismen, der den Boden und die Ufer bedeckt. Mittels molekularer Technik und DNA-Analysen bestimmten sie die Arten der Lebewesen, die im Fluß leben. Bei den Lebewesen handelt es sich hauptsächlich um neue Einzeller sowie photosynthetische Algen, die ihre Nahrung selbst herstellen. Unter den anderen detektierten Mikroben befinden sich heterotrophe Organismen, die sich von anderen Lebewesen ernähren. Für Zettler gibt es keine Zweifel, daß es sich um neue Spezien handelt. Zettlers Ergebnisse sollen das Verständnis verbessern, wie Organismen in einer lebensfeindlichen Umgebung überleben können, wie dies auch auf anderen Planeten der Fall ist.

Bay Paul Center: http://hermes.mbl.edu/labs/JBPC/?-db=labs.fp3&-format=lab%5fdetail.htm&-sortfield=order& -max=2147483647& -recid=29&-findall

(Quelle: pte020128006 - pressetext.austria)

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